NachrichtenStarship-V3-Start: Was vor Flug 12 wichtig ist
SpaceX peilt den 19. Mai 2026 für den ersten Start der Starship-Version 3 an – der bislang neuesten und zugleich größten Ausbaustufe des riesigen Träg…
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SpaceX hat erstmals eine vollständige Betankung seiner aufgerüsteten Starship Version 3 durchgeführt – ein wichtiger Meilenstein vor dem Start, der die nächste große Testmission des Unternehmens deutlicher konturiert. Die Generalprobe fand am 11. Mai 2026 an der Starbase in Südtexas statt. Dabei wurde das vollständig gestapelte System erstmals mit tiefgekühltem flüssigem Sauerstoff und flüssigem Methan befüllt.
Praktisch bedeutet das: In diesem Moment war Starship V3 nicht mehr nur das neueste Stück Hardware auf der Rampe, sondern wirkte wie ein Raketensystem, das in die echte Startvorbereitung übergeht. SpaceX bezeichnete den Vorgang als Start-Generalprobe mit einem flugähnlichen Countdown und teilte mit, dass mehr als 5.000 metrische Tonnen Treibstoff in die gestapelte Starship-Oberstufe und den Super Heavy-Booster geladen wurden.
Das Unternehmen veröffentlichte zudem neue Fotos des Ablaufs: Das hoch aufragende Edelstahl-Fahrzeug steht auf der Startrampe, vereist und ausgasend, während kryogene Treibstoffe einströmen. Die Bilder verdeutlichen die Dimension dieses Schritts: Mit rund 408 Fuß (124,4 Meter) ist dies nun die höchste jemals montierte Rakete – geringfügig höher als die vorherige V2-Konfiguration.
Bei Raketentests ist eine vollständige Betankung eines der klarsten Zeichen dafür, dass ein Fahrzeug sich dem Flug nähert. Häufig spricht man von einer Wet Dress Rehearsal – am treffendsten ist jedoch die Vorstellung eines kompletten Systemchecks unter nahezu startgleichen Bedingungen. Tanks werden gefüllt, Countdown-Prozeduren durchgespielt, und Ingenieurinnen und Ingenieure sehen, wie sich Fahrzeug- und Bodensysteme verhalten, wenn enorme Mengen kryogener Treibstoffe im Spiel sind. Das klingt nach Routine – aber was könnte für einen methanbetriebenen Super-Heavy-Träger aufschlussreicher sein, als zu prüfen, ob sich der gesamte Stack sauber und im Zeitplan betanken lässt?

Für Starship V3 ist diese erste Betankung besonders bedeutsam, weil Flug 12 die Premiere einer neuen Variante markieren soll – und nicht lediglich der nächste Einsatz eines früheren Designs. Dem Ausgangsmaterial zufolge ist V3 die erste Starship-Version, die als für die Erkundung des tiefen Weltraums geeignet beschrieben wird. Damit ist dies mehr als ein routinemäßiger Zwischenstopp in einer ohnehin schnell getakteten Testkampagne: Es ist der Beginn eines Übergangs in eine ambitioniertere Programmphase.
| Starship-V3-Testmeilenstein | Detail |
|---|---|
| Ort | Starbase, Südtexas |
| Datum der Start-Generalprobe | 11. Mai 2026 |
| Geladener Treibstoff | Mehr als 5.000 metrische Tonnen |
| Fahrzeughöhe | 408 Fuß (124,4 Meter) |
| Nächste Mission | Flug 12 |
Vor dieser Generalprobe hatte SpaceX bereits Static-Fire-Triebwerkstests sowohl mit der Ship-Oberstufe als auch mit dem Super-Heavy-Booster abgeschlossen und damit den Weg für einen Full-Stack-Betankungslauf frei gemacht. Einen offiziellen Starttermin hatte das Unternehmen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht genannt; nach den zitierten Launch-Tracking-Informationen könnte der Testflug jedoch schon am 15. Mai stattfinden.
Starship flog erstmals im April 2023, als der erste integrierte Testflug nur Minuten nach dem Abheben in einer spektakulären Explosion endete. Seitdem hat sich das Programm über 11 suborbitale Testmissionen weiterentwickelt; die jüngste fand im Oktober 2025 statt. Die letzten beiden Flüge sollen vollständig erfolgreich gewesen sein – ein deutlicher Kontrast zu den feurigen Rückschlägen, die die frühen öffentlichen Tests prägten.
Alle diese Missionen nutzten Hardware der V1- oder V2-Generation. Flug 12 hebt sich daher als erster echter Test der modernisierten V3-Architektur in integrierter Form ab. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Starship nicht für eine einzelne Aufgabe gebaut wird. SpaceX zufolge soll das System Siedlungsambitionen für Mond und Mars unterstützen, beim Abschluss des Ausbaus der Starlink-Breitbandkonstellation helfen und eine breite Palette weiterer Raumfahrtaufgaben übernehmen. Mit anderen Worten: Dieselbe Raketenfamilie soll kommerzielle Einsätze im erdnahen Raum ebenso abdecken wie deutlich weiter reichende Exploration.
Diese Bandbreite erklärt, warum jeder technische Meilenstein inzwischen mehr Gewicht hat als ein gewöhnliches Update vom Teststand. Eine erfolgreiche Betankungs-Generalprobe garantiert natürlich keinen reibungslosen Start – sie deutet jedoch darauf hin, dass Bodensysteme, Betankungsabläufe und die Integration des Fahrzeugs im Gleichschritt vorankommen.

Der unmittelbar nächste Fokuspunkt ist klar: Flug 12. Verläuft er erfolgreich, wird V3 vom vielversprechenden Upgrade-Pfad zu einem erprobten System, das echten Schwung aufnimmt. Treten Probleme auf, werden sie bestimmen, wie schnell SpaceX das Fahrzeug in Richtung der anspruchsvolleren Ziele vorantreiben kann, die noch ausstehen.
Und diese Ziele sind erheblich. Demnach fehlt Starship weiterhin ein Lebenserhaltungssystem, hat noch keine Umlaufbahn erreicht und hat keinen Treibstofftransfer außerhalb der Erde demonstriert. Das sind keine nebensächlichen Punkte am Rand des Programms – es sind zentrale Fähigkeiten für jedes Raumfahrzeug, das Einsätze im tiefen Weltraum oder bemannte Landungen jenseits des Erdorbits unterstützen soll.
Hinzu kommt die NASA-Perspektive. Die Behörde hat Starship als eines von zwei bemannten Mondlandesystemen für das Artemis-Programm ausgewählt – neben Blue Origins Blue Moon. Der Artikel zufolge könnte Artemis 3 bereits im nächsten Jahr starten, bei einer Mission, die Rendezvous- und Andockmanöver in der niedrigen Erdumlaufbahn mit dem Raumschiff Orion sowie Starship und/oder Blue Moon erproben soll. Läuft das gut, könnte Artemis 4 schon Ende 2028 Astronautinnen und Astronauten in die Nähe des lunaren Südpols bringen.
So gesehen war dieser jüngste Tanktest zwar ein Bodenvorgang und kein Start. Doch nach der Logik der Raketenentwicklung sind es genau diese Momente, in denen künftige Missionen weniger abstrakt wirken. Ein gewaltiges Fahrzeug auf der Rampe, beladen mit Tausenden Tonnen kryogener Treibstoffe, ist nicht länger nur ein Konzept mit glänzender Metallhaut. Es ist eine Maschine, die Schritt für Schritt beweisen soll, dass sie die bemannte Raumfahrt in eine wesentlich anspruchsvollere Ära tragen kann.
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